Mantel tarifvertrag mfa

Posted by: In: Ikke kategoriseret 25 jul 2020 Comments: 0

Nach dem seit den 70er Jahren geltenden Grundsatz der allgemeinen Anwendbarkeit sind tarifliche Vereinbarungen auf branchenweiter Ebene allgemein verbindlich und gelten daher auch für unorganisierte Arbeitgeber und Arbeitnehmer in diesem Sektor. 2001 trat das sogenannte Bestätigungsverfahren für allgemeinverbindliche Tarifverträge in Kraft. Eine Sonderkommission des Ministeriums für Soziales und Gesundheit bestätigt die allgemeine Anwendbarkeit der Vereinbarungen. Eine Vereinbarung auf Sektorebene ist allgemein anwendbar, wenn sie als repräsentativ für den betreffenden Bereich angesehen werden kann. Die repräsentative Vertretung in dieser Hinsicht bedeutet, dass schätzungsweise mehr als die Hälfte der Beschäftigten in diesem Sektor für Arbeitgeber arbeiten, die die Vereinbarung unterzeichnet haben. Im Allgemeinen können Vereinbarungen auf niedrigerer Ebene die auf der höheren Ebene getroffenen Vereinbarungen nur verbessern. Mit dem Tarifvertragsgesetz von 2006 (inoffizielle Übersetzung) wurde jedoch eine Bestimmung eingeführt, nach der eine vereinbarung auf höherer Ebene speziell für Vereinbarungen auf niedrigerer Ebene vorgesehen werden kann, um die Bedingungen zu verschlechtern. Es muss jedoch betont werden, dass nur wenige Abkommen diese Bestimmung in die Praxis umsetzen. Die Auswirkungen der Reformen der Arbeitsbeziehungen auf die Tarifverhandlungen im verarbeitenden Gewerbe: Slowenien (nationaler Bericht), Universität Ljubljana. Jüngsten qualitativen Untersuchungen (Stanojevic und Kanjuo Mrela, 2014) zufolge decken eine Reihe kürzlich geänderter Tarifverträge einen engeren Themenbereich ab als zuvor. Themen wie allgemeine und berufliche Bildung oder Work-Life-Balance sollen beispielsweise nicht mehr berücksichtigt werden. Nachdem das ehemalige Amt für Chancengleichheit vorgeschlagen hatte, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber die Chancengleichheit in den Tarifverhandlungen berücksichtigen sollten, richtete der ZSSS (der größte Gewerkschaftsverband Sloweniens) im Mai 2005 ein Schreiben an alle sektoralen Gewerkschaften, in dem sektorale Gewerkschaften aufgefordert wurden, im Einklang mit der Initiative zu handeln und besonders sensibel in Bezug auf mögliche Gründe/Faktoren des geschlechtsspezifischen Lohngefälles zu sein. Die ZSSS kommt zu dem Schluss, dass, da es keine Bestimmungen des Lohnfestsetzungssystems gibt, die das geschlechtsspezifische Lohngefälle bestimmen, die Gründe in subtileren Faktoren wie der Diskriminierung von Arbeitnehmern mit familiären Pflichten und der Bewertung oder Benennung von Arbeitsplätzen liegen müssen.

Chancengleichheits- und Diversitätsbestimmungen sind nach wie vor nicht in allen Tarifverträgen enthalten.

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